Abenteuer in Korsalim 3 – Koboldgold

Aufruhr und Chaos! Irgendwas ist los in eurer Heimat! Ihr schließt euch dem aufgescheuchten Haufen an, doch plötzlich kommen euch verängstigte Artgenossen entgegengestürmt. Euer großartiges Reich wird angegriffen! Wieder einmal sind Abenteurer in eure Fallengänge vorgedrungen! Ha, diese „Helden“! Sie werden durch eure schwingenden Sichelklingen, eure Fallgruben, eure Dornen, eure Bolzen, Eure Klingen und eure Magie zugrunde gehen!

Dann kommen euch vereinzelte Tempelwachen entgegengelaufen. Ihr hört das Brüllen des Gottes und ihr bekommt Angst. Diese Abenteurer sind in den Tempel vorgedrungen. Dort werden sie von den Blitzen des Gottes vernichtet werden. Aber sich das anzusehen wäre nicht klug. Der Blaue Gott verteilt seinen Zorn gern großflächig.
Ihr versteckt euch, bis es ruhig wird. Dann wartet ihr noch einmal eine halbe Ewigkeit. Als sich lange nichts mehr gerührt hat, geht ihr Richtung Tempel. Tote Artgenossen liegen überall. Diese Abenteurer haben euer Reich stark geschwächt. Sie haben die Fallen zerstört und sind in den Tempel eingedrungen.

Da steht ihr nun. Vor euch liegen die Überreste eures Gottes. Seine gewaltigen Schwingen sind zerbrochen und zerschnitten. Ein schwarzer See aus Blut bedeckt den Boden des Tempels. Sein Körper ist zerschnitten und von Magie zerstört. Doch das Schlimmste: Diese Helden haben seinen Kopf mitgenommen.

Eure Welt ist zu Ende! Euer Gott besiegt! Sein Tempel geplündert und seine Leiche geschändet!

Aber ihr wärt keine Kobolde, wenn nicht Hunger und Gier euer Denken übernehmen würden. Und so fällt euch nach einer Mahlzeit (es gab Drachengott) ein, dass der Blaue Gott seine Schätze ja nicht hier gelagert hat. Er hat sie irgendwohin gebracht. Aber wohin? Der alte Kurikorei könnte es wissen…

Vier gierige Kobolde

Balagan
Balagan ist eine Zauberin mit wilder Magie. Sie wurde vom Kobold-Magier Kakerlak ausgebildet, doch nach einem magischen „Missgeschick“ rausgeworfen. Sie ist ein sehr dürrer Kobold mit blassblauen Schuppen und dunklen Augenringen. Ihre Hände sind leicht violette seit einem anderen magischen „Missgeschick“. Sie trägt eine fleckige Robe, die einst blau gewesen war. Ihr Lieblingsgericht ist Tausendfüßlerauflauf.

Drakora
Drakora ist eine Kämpferin, die in der Tradition von Sonnenmönchen ausgebildet wurde. Meister Splinter (ein Rattenmensch) hat ihr diese Technik und viel Weisheit beigebracht. Doch bei Weisheit haben Kobolde so ihre Grenzen. Sie hat blaue Schuppen mit schwarzen Schattierungen und blaue Augen. Sie trägt am liebsten einen dunklen Kapuzenumhang, einen Lendenschurz und viele Bänder. Ihre Lieblingsspeise sind gegrillte Maulwürfe.

Schlitzer
Schlitzer ist ein schurkischer Draufgänger. Er neigt zur Gewalt und wurde schon des Öfteren beauftragt unliebsame Wesen zu beseitigen. Er hat schwarze Schuppen, giftgrüne Augen und gelegentliche nervöse Zuckungen. Eine schwarze Lederrüstung und ein schwarzer Umhang machen sein düsteres Aussehen perfekt. Seine Lieblingsspeise ist Kobold.

Xarap Zap Zap
Xarap ist Mitglied bei den „blauen Schuppen“. Diese Diebe wagen sich nachts an die Oberfläche und stehlen in der Menschenstadt. Er hat schwarze Schuppen, blaue Augen und er trägt einen weißen Iro-haarschopf auf seinem Kopf. Auch er ist in eine Lederrüstung und einen schwarzen Umhang gekleidet. Seine Lieblingsspeise sind Skorpione.

Tag 1

Staunend stehen die vier Kobolde vor dem toten Gott. Die Drachentöter haben seinen Kopf mitgenommen und Stücke aus ihm rausgeschnitten. Es riecht nach frischem Fleisch. Drakora und Balagan bekommen Hunger und kosten das Drachenfleisch. Es liegen einige wenige Münzen im Raum herum und die vier suchen diese. Bisher haben sie kein Wort miteinander gesprochen. Einer geht dann in Richtung der Gänge und die anderen gehen ihm nach.

Auf dem Weg durch den Alten Komplex sehen sie immer wieder tote Kobolde und zerstörte Fallen. Doch nicht alle Fallen wurden ausgelöst. Balagan hat eine Weile für den Koboldmagier Kakerlak gearbeitet und dieser stellt Feuerrunen her. Sie entdeckt eine solche Rune und will einen der anderen da hin schubsen, doch Xarap stellt ihr ein Bein und sie tritt selber auf die Rune. Kurz steht sie in Flammen. Sie schreit schmerzhaft auf und bleibt dann schmollend hinter den anderen.

Sie treffen auf drei verängstigte Kobolde, die sie dazu zwingen vor ihnen her zu gehen. Einer der Kobolde tritt auf eine Feuerrune und verbrennt. Die anderen essen ihn, vor allem Schlitzer ist begeistert, ist doch Kobold seine Lieblingsspeise.

Schließlich erreichen sie den Wohnraum von Kurikorei, dem Diener des Blauen Gottes. Somit ist ihnen auch klar, dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen. Noch immer haben sie nicht viel miteinander gesprochen. In der Höhle finden sie eine Truhe und ein geöffnetes Geheimfach. Sie entdecken frische Blutspuren, die von dem Wohnraum wegführen. Nachdem sie sich alle möglichen Habseligkeiten aus dem Raum eingesteckt haben, folgen sie der Blutspur. Sie schicken einen der beiden Kobold-Helferlein voraus.

Plötzlich verschwindet dieser Kobold. Drakora zwingt den letzten Kobold-Helfer dazu nachzuschauen. Schlitzer schleicht ihm nach. Aus seinem Versteck heraus sieht Schlitzer wie der Kobold vor ihm von einem großen Säbelzahntiger fast schon beiläufig mitgenommen wird. Schlitzer kehrt zu den anderen zurück.

Sie wollen der Katze folgen, denn vermutlich hat sie Kurikorei irgendwo versteckt. Balagan spricht mächtige magische Worte und ein Nebel breitet sich um sie herum aus. Eigentlich hat sie sich ja nur eine magische Rüstung zaubern wollen, doch den Nebeneffekt ihrer wilden Magie findet sie gerade praktisch. Sie schleichen der Katze nach und überraschen sie beim Fressen. Die Kobolde greifen an. Auch obwohl Balagan und Drakora etwas ungeschickt sind, schaffen sie es die Katze in die Flucht zu schlagen. Doch sie wollen die Katze nicht davonlaufen lassen. Drakora konzentriert sich und Sonnenstrahlen strahlen aus ihr heraus und brennen Löcher in die Katze. Alle Kobolde sind erstmal kurz geblendet, doch der Säbelzahntiger ist besiegt. Sie zerteilen die große Katze und nehmen Teile des Fells, den Schädel, Zähne, Klauen und sogar das Hirn mit. Balagan kostet das Hirn des Tigers und steckt den Rest ein.  Katzenfleisch futternd gehen sie dann weiter.

Sie erreichen einen langen Gang und entdecken dort viele offene große Türen. Hier war wohl einst die „Menagerie“. Das Wort kann Schlitzer aber nicht aussprechen, er nennt es einen „Zoo“. Dieses Wort kennen die anderen nicht und fragen warum „zu“, die Türen seien doch alle offen. In dieses Chaos hinein springt ein zweiköpfiger Todeshund. Der hat Hunger und will Kobolde fressen. Mit seinen giftigen Zähnen schafft er es auch Xarap zu erwischen und ihn zu vergiften. Aber Schlitzer eilt ihm zu Hilfe und zieht seine Klinge durch das Tier. Da ruft Balagan mächtige chaotische Magie herbei und die beiden Köpfe des Todeshundes explodieren mit lautem Donnerknall. Aber natürlich gibt es wieder einen Nebeneffekt und der Boden unter Balagan wird plötzlich sehr rutschig. Sie rutscht direkt unter das zusammenbrechende Monster und liegt dort nun eingekeilt mit Xarap. Schlitzer schüttelt den Kopf und meint, dass noch keine Paarungszeit sei und die beiden da rauskommen sollen.

Am Ende des Ganges entdecken sie Kurikorei. Irgendetwas hat ihn versteinert und ihm den rechten Arm abgetrennt. Der Arm und die berühmte Krokodilledertasche des Dieners fehlen. Vor ihm ist eine Tür mit einer Treppe nach oben. Dort hinauf gehen sie.

Das darüberliegende Stockwerk ist ein Labyrinth von Gängen. Doch die Kobold-Schatzsucher wissen, dass es hier Pilzfarmen gibt. Sie gehen in diese Richtung und entdecken dabei mehrere versteinerte Kobolde. Balagan bricht sich einen Finger ab und lutscht daran. Da kommt plötzlich ein panischer Bär auf sie zu. Während Schlitzer sich in einer Nische versteckt zaubert Balagan ein kleines Nebelfeld um sie herum. Der Nebel von vorhin ist mittlerweile weg, aber sie hofft sich im Nebel verstecken zu können. Xarap und Drakora verstecken sich hinter ihr. Doch der Bär stürmt einfach durch den Nebel durch und die drei springen im letzten Moment zur Seite.

Sie erreichen die Pilzfarmen. Dies sind fünf feuchte Räume, je zwei rechts und links und der letzte schließt den Gang ab. In diesen Räumen wachsen große schwammartige Pilze an den Wänden. Die Pilze haben unterschiedliche Farben und schmecken auch unterschiedlich. Alle fünf Räume haben Türen, aber nur die zweite Tür rechts ist verschlossen. Dahinter haben sich einige Kobolde versteckt.

Mit einer List sorgen sie dafür, dass sie in den Raum dürfen. Sie erfahren, dass eine sechsbeinige Echse Kobolde versteinert. Die Echse liegt im letzten Raum, dort liegt auch die Tasche von Kurikorei. Mit einer kleinen Illusion von Balagan schicken sie die Kobolde den Gang entlang und sind dann alleine. Sie beginnen Pilze zu essen. Manche der Pilze haben eine Heilwirkung und nach diesen Pilzen mit den gelben Punkten suchen sie gezielt in den vier Räumen, nur den letzten Raum meiden sie. Balagan futtert auch ein paar blaue Pilze, die wie Süßigkeiten schmecken. Damit sie diese nicht teilen muss, erzählt sie Drakora, dass die blauen Pilze ganz fürchterlich schmecken.

Im letzten Raum scheint die Echse zu schlafen. Schlitzer nimmt seinen Mut zusammen und schleicht hinein. Er schafft es die Tasche zu greifen und stopft sie in seinen Beutel. Da erwacht die Echse, weil Xarap und Drakora bei der Tür zu laut waren. Xarap greift an, auch Schlitzer sticht einmal zu, bevor er flieht. Xarap spürt den gefährlichen Blick und erstarrt kurz. Er kann sich jedoch losreißen. Da ruft Schlitzer, dass er die Tasche hat, und alle laufen ihm nach. Nur Drakora erstarrt kurz, doch auch sie kann sich losreißen. Wegen ihrer Flucht ließ Drakora ihren Speer und Xarap seinen Bogen zurück.

Sie rennen den gleichen Weg zurück, den sie gekommen waren. Unten in der Menagerie verstecken sie sich in einem verschließbaren Raum und atmen tief durch. Dann öffnet Schlitzer die Krokodilledertasche und holt einige Dinge heraus. Sie streiten sich um einen Siegelring, den Schlitzer nicht hergeben will. Inzwischen hat sich Xarap die Tinte geschnappt und er färbt sich damit den weißen Iro blau. Balagan kann als einzige lesen und bekommt ein Büchlein und eine Karte. Diese Karte irritiert sie, denn sie wissen nicht, wo sie ein Schaf herbekommen. Da fällt Schlitzer ein, dass es für den Zoo Futtertiere in der Nähe gibt. Da wären auch Schafe dabei. So langsam reift ein Gedanke: Schaf suchen, versteinern lassen und dann 100 Schritt östlich was suchen. Aber wo ist östlich? Während dieser Streitereien kommt Xarap auf die Idee, dass er nicht einmal weiß, wie seine Kampfgefährten heißen. Er stellt sich vor und die anderen tun es ihm nach.

Mit diesen Fragen legen sie sich hin, denn sie sind sehr erschöpft von diesem aufregenden Tag.

Tag 2

In der Nacht träumt Balagan von ihrem alten Lehrmeister Kakerlak. Sie träumt davon, wie er sie wieder einmal harsch zurechtgewiesen hat. Sie schreckt aus dem Traum hoch: Sie erinnert sich an den Stab von Kakerlak. Obendrauf war eine Kugel, welche die Himmelsrichtungen zeigte. Damit würden sie Osten finden!

Ihr fällt auf, dass es sehr kalt geworden ist in ihrem Raum und am Riegel sogar ein Eiszapfen hängt. Sie weckt die anderen und Schlitzer schaut vorsichtig raus. Dort im Gang liegt ein großer weißer Wolf, der einen eisigen Atem hat. Die Kobolde greifen an und erbeuten ihr Frühstück. Mit dem mächtigen „Tuka Tuka“ Drachenatem grillt Balagan den Winterwolf. Xarap schnappt sich den Schweif des Tieres und verwendet ihn als Schal, Drakora steckt sich die Ohren ein.

Nachdem sie mit ihrem Winterwolf-Frühstück fertig sind, gehen sie in die Versorgungsräume. Dort ist es verdächtig ruhig, was wohl an den vielen Spinnennetzen liegt, die den ganzen Raum durchspannen. Sie entdecken in den Ecken zwei Riesenspinnen und Balagan wirft ihnen Feuer entgegen. Die Spinnen greifen an und Xarap stürzt ihnen todesverachtend entgegen. Die erste Spinne greift ihn an und die zweite blockiert den Eingang, so dass Xarap kurz alleine mit der Spinne ist. Sie schafft es ihn zu vergiften und er wird gelähmt. Da kommen seine Gefährten endlich zu ihm und vernichten auch die zweite Spinne.

Sie merken, dass Xarap noch lebt, aber gelähmt ist. Sie lassen ihn vorerst einmal liegen und suchen nach den Schafen. Und sie finden in einem Käfig wirklich drei verängstigte Schafe. Sie binden Xarap auf ein Schaf und Balagan führt dies an einer langen Stange voran. Die anderen beiden Schafe ziehen sie hinter sich her. Natürlich haben sie sich einige Spinnenbeine und sogar eine Giftdrüse mitgenommen.

Der Weg in das obere Stockwerk und zu den Pilzfarmen ist beschwerlich. Die Schafe sind nicht so begeistert, Xarap eine große Last und immer wieder tauchen versteinerte Kobolde auf. Sie nähern sich vorsichtig dem Gang mit den fünf Räumen und entdecken zufrieden, dass die Tür zum Raum mit dem Basilisken immer noch geschlossen ist. Sie gehen bis zu dieser Tür. Dabei hören sie, dass im Raum rechts anscheinend wieder Kobolde sind. Doch diese ignorieren sie vorerst. Sie öffnen die Tür zum Basiliskenraum, werfen einen Stein hinein und schauen dabei nicht hin. Zwei von ihnen halten die Hinterbeine des Schafes. Als sie merken, dass diese zu Stein werden, ziehen sie das Schaf von der Schwelle und die anderen beiden ziehen die Tür wieder zu. Überraschenderweise hat ihr Plan funktioniert: Der Basilisk ist immer noch eingesperrt und sie haben ein versteinertes Schaf.

Sie reden dann mit den Kobolden im Raum rechts. Diese haben den Bogen von Xarap und den Speer von Drakora. Die Schafversteinerer erpressen die einfachen Pilzbauer-Kobolde: entweder sie geben die Waffen her oder sie öffnen die Tür zum Basilisken. Die Pilzbauern geben ihnen die Waffen und laufen davon. Dann hören die Abenteurer diese plötzlich schreien und auch ihre anderen beiden Schafe geben vorne im Gang verängstigte Laute von sich. Da nähert sich ein zweiter Basilisk. Schnell tragen die Gefährten ihr versteinertes Schaf in den Raum und schließen die Tür hinter sich. Von den ganzen Strapazen sind sie erschöpft und legen sich deshalb hin.

Tag 3

Balagan erwacht wieder als erste. Sie hat unheimliche Lust auf blaue Pilze und futtert die Krümel, die sie noch hat. Sie macht sich bereits Gedanken, wo sie denn neue blaue Pilze herbekommen könnte. Währenddessen erwacht auch Xarap und der fühlt sich sehr schlecht. Vermutlich ist er vergiftet. Die Kobolde glauben, dass Gift gegen Gift hilft und Xarap bekommt etwas Spinnengift. Gelähmt kippt er wieder um. Seine Gefährten binden ihn wieder auf das Schaf – diesmal das versteinerte – und ziehen und tragen die beiden davon. Das Schaf haben sie mittlerweile „Bessie“ getauft. In den Gängen umgehen sie den zweiten Basilisken, der die Pilzbauern und die beiden anderen Schafe versteinert hat. Bei den Steinkobolden findet Balagan wieder blaue Pilze und ist zufrieden.

Schließlich erreichen sie wieder die Menagerie und dort kommen ihnen andere Kobolde entgegen. Diese durchsuchen den Alten Komplex nach den Besitztümern von Kakerlak dem Magier, Silib dem Alchemisten und Kurikorei dem Diener. Genau beim versteinerten Kurikorei erzählen die Neuankömmlinge den Abenteurern, dass sich Sabrax der Schwarze zum neuen Chef aufgeschwungen hat. Er will alle Schätze der drei berühmten Kobolde haben. Die Gruppe hat natürlich keine Ahnung wo die Tasche von Kurikorei ist und außerdem wollen sie sowieso selber die Chefs werden. Bei dem Gespräch ist auch einer der früheren Arbeiter in der Menagerie dabei. Der erzählt, dass es hinter den Versorgungsräumen (dort wo die Schafe waren) auch noch einige Wohnhöhlen liegen. Und dort sollte man etwas gegen Gift finden. Doch die Abenteurer wollen zuerst zu Kakerlak. Der Magier scheint von einem Riesenskorpion gefressen worden zu sein. Sie wollen dorthin, bevor alles geplündert ist.

Sie kommen am Tempel vorbei und treffen dort auf einige Kobolde. Diese erzählen den Abenteurern ebenfalls von Sabrax dem Schwarzen. Der hat eine rauchende Rüstung. Weil Schlitzer auch eine Rauchende Rüstung haben will, verbrennt ihn Balagan ein wenig. Schlitzer ist zufrieden und zeigt den anderen stolz seine rauchende Rüstung. Die Abenteurer geben den Kobolden im Tempel eine Idee ein: Wenn diese den blauen Gott essen, dann sind sie neue Drachen. Die Kobolde tun dies und stürmen dann in Richtung Sabrax davon. Die Gruppe folgt ihnen – immer noch mit dem versteinerten Schaf, aber zumindest Xarap ist mittlerweile wieder aus der Lähmung erwacht. Auf dem Weg zu Sabrax kommt es zu Unruhen, Kämpfen und viel Lärm. Einige Mitglieder der Blauen Schuppen stellen sich ihnen in den Weg. Xarap gehört ebenfalls zu den Blauen Schuppen und versucht die drei auf ihre Seite zu ziehen, doch die haben sich bereits Sabrax angeschlossen. Die Gefährten hetzen ihre Meute auf sie und helfen ein wenig mit. Kurz darauf steht ein großer Mob in der Höhle von Sabrax. Der wirft sich mit seinen Leibwächtern auf die neuen Möchtegern-Chefs. Die Gruppe hält sich erst im Hintergrund und unterstützt dann Sabrax‘ Widersacher.

Schließlich ist Sabrax besiegt. Xarap nimmt sich den Umhang des Aufblähens von Sabrax und Schlitzer zieht sich die rauchende Rüstung an. Da behauptet ein anderer Kobold er sei nun der neue Chef. Doch auch der stirbt sofort. Es herrscht ziemliches Chaos, welches die Gefährten nutzen, um sich ein paar Kobolde zu unterwerfen und den Raum mit ihnen zu verlassen.

Von ihren eingeschüchterten Helfern lassen sich Balagan, Drakora, Schlitzer, Xarap und Bessie in die Wohnhöhlen hinter der Menagerie tragen. Dort finden sie dann einige Tränke. Auch bei Sabrax hatten sie schon einige Tränke gefunden. Sie experimentieren ein wenig. Drakora trinkt einen grünen Trank, doch nix passiert. Der grüne Trank ist aber etwas scharf. Schlitzer trinkt einen roten Trank und seine Verletzungen schließen sich. Dieser Trank schmeckt nach Kakerlaken. Auf den blauen Tränken ist ein Etikett und Balagan kann lesen, dass dies die Anti-Versteinerungstränke sind. Einem Helfer geben sie einen durchsichtigen Trank und der wird unsichtbar. Sie hören ihn noch davonlaufen und rufen, dass er nun der neue Chef wird. Die Gefährten warnen alle vor dem „bösen Geist“.

Nachdem sie nun einige Schätze eingesammelt haben, wollen sie die Höhle von Kakerlak plündern. Von ihren Helfern lassen sie sich dahin tragen. Die Kobolde laufen aber davon als sie den Riesenskorpion sehen und lassen die Abenteurer und Bessie allein. Das stört die Gefährten nicht und sie greifen an. Obwohl Drakora von den Scheren des Skorpions erwischt wird, schaffen sie es das Monster zu überwinden. Ein mächtiger chaotischer Zauber von Balagan erledigt es schließlich.

Die Kobolde beginnen zu plündern. Sie finden die Kugel der Ausrichtung und Balagan hofft, dass die Richtung in die die Kugel weist Osten ist. Balagan nimmt den Stab und den Hut des Magiers an sich. Der Hut ist groß und spitz zulaufend, Sterne und Monde sind draufgeklebt. Ein Schriftzug steht drauf: „Zaubberer“. Balagan weiß, dass der Hut magisch ist und man Frösche, Fledermäuse und Ratten daraus hervorziehen kann. Xarap findet einen Feuerwerksstab und hängt dann eine Taube an eine Leine. Diese nennt er Guru – sie ist sein neues Haustier. Die meisten anderen Versuchstiere in ihren Käfigen haben die Verwüstung und Plünderung nicht überlebt oder sich irgendwo verkrochen. Während sie plündern, essen sie nebenbei Skorpionfleisch. Sie finden auch 12 Goldmünzen, doch über die Aufteilung streiten sie sich ganz arg. Dabei gehen sogar drei Münzen verloren.

Schließlich wird es ruhiger in der Höhle. Bessie wird mit Blick Richtung Eingang als Wächter aufgestellt und sie beschäftigen sich noch ein wenig mit verschiedenen Dingen. Balagan liest im Notizbuch von Kurikorei und findet heraus, dass es vier Kartenteile gibt. Eines haben sie, eines hat der Totengräber, eines hat Squiek. Wo das vierte Teil ist, steht nicht im Buch. Während sie das liest, Xarap versucht Guru das Sprechen beizubringen und Schlitzer sich weiter nach wertvollem umschaut, packt sich Drakora den Schwanz samt Stachel des Skorpions ein. Der ist zwar so groß wie sie selber, aber sie will ihn unbedingt mitnehmen.

Dann legen sie sich hin, denn sie sind von der vielen Arbeit – immerhin sind sie jetzt Chef oder so – sehr erschöpft.

Tag 4

Kobold Scale Sorcerer; Bild von roll20.net

Sie erwachen als jemand anderes versucht ein noch lebendes Kaninchen aus einem Käfig zu nehmen. Der diebische Kobold ist ein Schuppenzauberer und er hat einen Kobold-Krieger mit einem Drachenschuppen-Schild und vier weitere Kobolde dabei. Aber die Gefährten betrachten alles in dieser Höhle als ihren Besitz und greifen die Diebe sofort an. Balagan grillt den Krieger, Schlitzer überwältigt den Zauberer und schlägt ihn bewusstlos, die anderen vier sind keine Herausforderung für Xarap und Drakora.

Kobold Dragonshield; Bild von roll20.net

In den Köpfen der Kobolde rumort schon das nächste Problem: sie haben nun ein versteinertes Schaf und wissen, wo Osten ist, doch keiner von ihnen kann bis 100 zählen. Somit fragen sie ihren Gefangenen wie weit er zählen kann. Seine Antwort lautet: „67“. Da 67 nicht 100 ist, schlitzt Schlitzer ihn auf. Sie entscheiden nach dem Frühstück auf den Koboldmarkt zu gehen und dort vielleicht einen Sklaven zu kaufen, der zählen kann. Zum Frühstück gibt es gegrillte  Taube, denn Guru kam in Balagans Flammen ums Leben.

Grafik von Bessie – Bild eines Spielers

Bevor sie gehen, verschönern sie noch Bessie: Sie kleben ihr hinten den Skorpionschwanz an, kleben ihr die Säbelzahntigerzähne ans Maul, hängen das Schild an seine Flanke und binden hölzerne Schriftrollenbehälter unter ihre Hufe, damit sie es ziehen können. Und so rollt das „Mantischaf Bessie“ hinter ihnen her. Sie finden eine Rampe, die zum Markt runterführt und gehen diese hinunter. Dabei wird Bessie immer schneller und sie schaffen es nicht das Schaf zu halten. Es donnert unten in den Schuhstand von Hogi. Diese ist entrüstet, weil ihre Ware überall verstreut liegt. Aber wenn die Helden vier Schuhe kaufen, dann verrät sie nix den Wachen. Und so bekommt Bessie zwei unterschiedliche rote Schuhe über die Ohren gestülpt und Balagan bekommt zwei unterschiedliche gelbe Schuhe. Balagan hat nun eine blaue zerschlissene Robe mit einer roten Weste darüber an. Dazu hat sie gelbe Schuhe, die grüne Krokodilledertasche von Kurikorei und den roten Hut von Kakerlak. Sie fühlt sich richtig „modisch“.

Sie schauen sich am Markt um und fragen jeden, ob er oder sie bis 100 zählen kann. Schlitzer fragt auch noch jeden Rattenmenschen wo Squiek zu finden sei. Sie finden weder das eine noch das andere heraus bis sie auf einen Gesichtslosen treffen. Dieser Mensch mit einer Maske über seinem Gesicht arbeitet in der Kanalisation und hält diese sauber. Manchmal finden die Gesichtslosen dort Wertgegenstände und verkaufen diese am Koboldmarkt. Dieser ist bereit mit den Kobolden zu reden und bringt ihnen sogar das Zählen bis 100 bei. Nur Balagan schafft es sich das zu merken, aber das reicht ja schon. Außerdem erklärt ihnen der Gesichtslose, dass ihre Kugel nach Norden und nicht nach Osten zeigt. Er erklärt ihnen wie das funktioniert. Er lässt sich seine Hilfe mit Gold bezahlen.

Später werden Schlitzer und Xarap fast versklavt. Der Kobold Harkon hat ihnen versprochen, dass sie reich werden können, wenn sie sein Zelt betreten. Dort hat er die beiden betäubt und wollte sie in die Arena bringen. Balagan bemerkt das und es stört sie nicht. Doch dann erfährt sie, dass Harkon sich alle Besitztümer von den beiden behalten will und das weckt ihre Gier. Sie zündet Harkons Zelt an und der Kobold ist so entsetzt, dass er in Tränen ausbricht. Das nutzen Drakora und Balagan, um ihre Gefährten aufzusammeln.

Kobold Alchemist; Bild von roll20.net

Die Abenteurer schauen sich weiter am Markt um. Sie essen Ratten und Pilze am Markt, kaufen Kleinigkeiten: Balagan kauft blaue Pilze, Schlitzer kauft sich eine weiße Perücke. Schließlich entdecken sie einen Trankhändler. Dieser verkauft Balagan eine Flüssigkeit für bleiche Haut. Doch statt sich damit einzureiben, trinkt Balagan die Flüssigkeit und sofort beginnt ihr Magen zu grummeln. Sie rülpst und plötzlich stehen vier Balagans da und sorgen eine Minute lang für Verwirrung bis sich drei Balagans wieder auflösen. Dann finden sie heraus, dass der Händler ganz was Besonderes hat. Doch dafür müssen sie ihm einige Gefallen tun. Sie müssen Silib und Kakerlak für ihn umbringen. Die Gefährten stimmen zu und beweisen ihm dann, dass die beiden bereits tot sind. Außerdem wird er irgendwann nochmals auf sie zukommen und einen weiteren Gefallen einfordern. Für dieses Versprechen bekommen sie dann fünf glitzernde Fläschchen.

Sie trinken die Tränke und alle Verletzungen heilen. Sie fühlen sich stärker und kräftiger und mächtiger. Nichts kann sich ihnen mehr in den Weg stellen! Und sie leeren sogar den letzten Trank über Bessie. Die Zähne verwachsen mit dem Stein, die Schuhe werden zu roten Hörnern, der Schild überzieht den Körper des Steinschafes mit blauen Drachenschuppen, der Schwanz verwächst mit dem Steinschaf und an den Hufen hat er richtige hölzerne Räder.

So gestärkt verlassen sie den Markt. In einem langen Korridor setzten sie sich alle auf Bessie: Balagan auf dem Hals und gibt die Richtung mit der Kugel der Ausrichtung vor. Schlitzer und Drakora auf dem Rücken und mit zwei Speeren schieben sie ihr Mantischaf an. Hinten auf dem Schwanz sitzt Xarap und versucht mit dem Feuerwerksstab ein wenig mehr Schub zu erzeugen.

So kommen sie in die Kanalisation. Dort fahren sie auf den Wegen entlang der Gräben. Es stinkt und die Flüssigkeit in den Gräben ist sehr dreckig. Balagan merkt, dass sie Bessie nur mit Gedankenkraft anschieben kann und macht das dann auch. Immer noch grummelt ihr Magen wegen dem Bleichmittel. Da rülpst sie und zu ihren Füßen explodiert ein Feuerball. Drakora stürzt in den Graben, kann sich aber am Rand festhalten. Bevor ihr geholfen wird, wird Bessie aufgehalten. Denn das Mantischaf ist führerlos auf eine Mauer zugerollt. Nachdem sie alle Flammen gelöscht haben und Drakora wieder am Weg ist, wird Balagan geschimpft. Doch sie hat Verdauungsstörungen und kann eigentlich nix dafür.

Kurz darauf kommt ein aufgebrachter Gesichtsloser daher und will die Kobolde aus der Kanalisation verscheuchen. Balagan lässt Bessie schweben und umgeht so den Mann. Der schubst mit seiner Stakstange noch Xarap von Bessie, doch die anderen ziehen ihn gleich wieder hoch. Dann machen sie mit ihrem Feuerwerksstab dem Mann Angst und der verschwindet.

Ratfolk Mercenary; Bild von roll20.net

Gerade als sie entschlossen haben, sich zukünftig „Mantibolds“ zu nennen, tauchen zwei Rattenmenschen auf. Diese sind ganz entgegen ihrer Art nicht ängstlich, sondern überheblich. Doch die Kobolde lassen sich nicht einschüchtern und erschlagen die beiden Gegner. Der eine Rattenmensch fällt dabei in den Graben und wird davongetragen. Doch der andere liegt bei ihnen am Weg. Sie essen den Rattenmenschen. Balagan erkennt im Hirn des Rattenmenschen, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Mit einer kleinen Illusion lässt sie auch die anderen dies erkennen. Dann isst sie das Hirn des Rattenmenschen.

Einige Zeit später finden sie eine der drei Metalltüren, die in die Katakomben führt. Ein Riegel verschließt die Tür. Sie öffnen sie, fahren durch und lassen die Tür offen. Kurz darauf kommen sie in einen breiten Gang mit Grabnischen in den Wänden. Dort liegen Skelette drin. Balagan lässt einen Totenkopf schweben. Eine sich bewegende Knochenhand zwickt sie und Xarap. Balagan bleibt sehr ruhig, Xarap reagiert etwas panisch. Doch die Hand kann ihnen nichts anhaben und sie gehen weiter.

Sie begegnen einem verirrten Gesichtslosen. Diesen führen sie zurück zum Ausgang in die Kanalisation. Für diesen Dienst lassen sie sich mit Informationen und Münzen bezahlen. Sie erfahren, dass der Totengräber Arbeiter und Schläger hat. Die Arbeiter sind die untersten und verrichten eben alle anfallenden Arbeiten. Die Schläger sind ihre Chefs. Alle zusammen sind eher unangenehme Gesellen.

Giant Rat; Bild von roll20.net

Langsam werden die tapferen Schatzsucher müde und suchen ein Nachtlager. Da entdecken sie eine große Halle mit einer zerbrochenen Treppe aus weißem Stein in der Mitte. Auf der anderen Seite sind zwei weitere Ausgänge. Beim Erkunden der Halle scheuchen sie aber ein Dutzend Riesenratten auf. Die hungrigen Biester freuen sich über Kobold zum Abendessen. Beinahe wäre das das Ende der Schatzsuche geworden. Denn Schlitzer, Drakora und Xarap werden überwältigt. Doch es gelingt Balagan aus der Gefahr herauszuschweben und dann mit einem starken Drachenatem die letzten Ratten zu vernichten. Schnell steckt sie ihren Gefährten Heiltränke oder heilende Pilze in die Münder. Sie kann alle retten, nur Schlitzer verliert die mittleren drei Finger der linken Hand. Die Ratten haben sie ihm abgebissen, konnten sie aber nicht mehr fressen. So essen Schlitzer, Drakora und Balagan je einen von Schlitzers Fingern. Xarap ist beleidigt, weil er keinen bekommt. Er versucht Schlitzer heimlich einen Finger abzuschneiden.

Hinter einem der beiden Ausgänge entdecken sie einen kleinen Raum und dort wollen sie rasten. Xarap ist immer noch beleidigt und fängt dann auch noch mit Balagan zu streiten an. Denn sie hat die Gefährten gerettet, doch Xarap glaubt, dass es Bessie war. Er dankt Bessie für die Rettung und schmollt mit den anderen.

Nachdem sie gegrillte Ratte gegessen haben, legen sie sich hin. Schlitzer hält Wache und weckt dann Drakora. Doch die mag nicht Wache halten und weckt Balagan. Balagan meint, weil sie alle gerettet hat, müsse sie nicht Wache halten. Sie legt sich wieder hin. Drakora vertraut auf Bessie und deren Wachsamkeit und legt sich ebenfalls hin.

Zeichnung von Bessie – von einer Spielerin

Tag 5