Avatar Kyoshi

By F. C. Yee

Kurz vor Weihnachten 2020 habe ich auf Audible zufällig den Roman „Avatar – Herr der Elemente – Der Aufstieg von Kyoshi“ entdeckt und gesehen, dass eine Fortsetzung Ende Jänner 21 erscheinen soll. Da ich die Serien „Avatar – Der Herr der Elemente“ und „Avatar – Die Legende von Korra“ beide gesehen und sehr genossen habe, hat mich die Idee eines Romans in dieser Welt sofort gefesselt. Und so habe ich Anfang Februar mir die beiden Bücher angehört.

Avatar – Der Aufstieg von Kyoshi

In diesem Buch geht es um Avatar Kyoshi, die auch in den Serien öfters auftaucht. Kyoshi ist die große Kriegerin mit den Fächern und dem stark geschminkten Gesicht. Ihr Vermächtnis sind unter anderem die Kyoshi-Kriegerinnen, die Kyoshi-Insel und der Dai-Li.

Doch ihre Kindheit hatte nichts von der Größe der kommenden Jahrzehnte. Denn sie wuchs als halb verhungerte Waise auf. Schließlich fanden sie zwei Lehrer und ließen sie in dem Haus als Dienerin arbeiten, in welchem der Avatar unterrichtet werden sollte. Die Entdeckung, dass sie vielleicht der Avatar sein könnte, veränderte das Leben der Jugendlichen vollkommen. Und auch das Leben der sie umgebenden: Lehrer, Diener und Freunde.

Zu dieser Zeit hatten andere Mächte den Platz des Avatars eingenommen, denn die Suche nach dem neuen Avatar hat sehr lang gedauert und der letzte Avatar hat kein besonderes Vermächtnis hinterlassen. Und nicht alle Lücken wurden von noblen und aufrechten Menschen gefüllt.

Avatar – Der Schatten von Kyoshi

Avatar Kyoshi ist nicht gerade sanft und mit Diplomatie tut sich die junge Frau recht schwer. Auch ihre Berater haben es nicht leicht, denn sie hat oft ihren eigenen Kopf mit dem sie gern durch die Wand geht. Als es dann zu Problemen in der Feuernation kommt und der Avatar helfen soll, eskalieren Dinge.

Ein alter Feind taucht wieder auf. Kyoshi muss mit ihrem Vorgänger in Kontakt treten, um diesen Feind zu besiegen, doch damit hat sie so ihre Schwierigkeiten. Einerseits hält sie nichts von Avatar Kuruk und andererseits kommt sie mit dem spirituellen Teil ihres Daseins nicht ganz klar.

Und so wird die Bekämpfung dieses Feindes eine große Herausforderung, der sie sich nicht alleine stellen kann. Nur mit Hilfe von neuen und alten Freunden kann sie gewinnen.

Rezension:

Ich liebe diese Welt. Ich liebe die Charaktere in dieser Welt und mir gefällt das „Bändigen“ und die Idee der Vier Nationen sehr gut. Das alles spricht schon für die Bücher. Auch die Geschichte von Kyoshi ist sehr spannend und ihr Charakter ist gut ausgearbeitet. Auch die anderen Charaktere sind sehr schön dargestellt und die Unterschiede zwischen den Kulturen kommen sehr gut rüber.

Das alles gefällt mir sehr gut und ich kann die Bücher nur weiterempfehlen.

Natürlich gibt es Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen: ich denke mir man hätte für die zweite Geschichte einen anderen Teil aus Kyoshis Leben nehmen können. Das wäre vielleicht spannender gewesen. Aber vielleicht kommt sowas ja noch.

Außerdem habe ich mit dem Schreibstil des Autors manchmal Schwierigkeiten. Er hat die Angewohnheiten Dialoge durch die sehr ausführliche Beschreibung der Szene zu unterbrechen. Da muss man dann manchmal nachlesen wie das Gespräch denn begonnen hat. Auch war es für mich zum Teil zu „gefühlsduselig“. Vor allem Kyoshi wurde mir manchmal da ein wenig zu anstrengend mit ihrem gedanklichen „Gejammer“.

Außerdem bin ich bei den Hörbüchern sehr unglücklich mit der Performance des Sprechers. Wolfgang Wagner liest meines Erachtens ein wenig zu schnell und zu eintönig. Das macht es vor allem schwierig dem Wechsel zwischen Gedanke, Aussage und Handlung mitzubekommen. Oft kann man erst nachvollziehen was es nun war, weil die Umgebung entsprechend reagiert. Das ist zum Teil natürlich eine Sache des Autors, doch durch mehr Arbeit mit seiner Stimme hätte der Sprecher hier für mehr Klarheit sorgen können.

Bis auf dieses „meckern auf hohem Niveau“ bin ich sehr zufrieden mit den beiden Büchern und hoffe ehrlich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ich will mehr von dieser besonderen Welt und ihrer Bewohner lesen.