Dark Imperium

Von Guy Haley

Dieser sehr neue Roman gehört zu einer sehr langen Reihe von Geschichten aus dem Warhammer 40.000 Universum. Geschrieben von Guy Haley, der schon recht viele Warhammer 40K Romane geschrieben hat, vor allem jene, in denen es um die Primarchen und ihr Schicksal geht.

So geht es auch in diesem Roman um einen Primarchen. Doch diesmal spielt das Buch nicht in der Vergangenheit, sondern ist Teil der jüngsten Geschichte. Reboute Guilliman, der Primarch der Ultramarines, ist zurück! Er beendet in diesem Buch den Indomitus Kreuzzug und eilt dann seiner Heimat Ultramar zu Hilfe. Denn diese wird von den grausigen Scharen des Chaos-Gottes Nurgle angegriffen. Daneben erzählt die Geschichte von einem Soldaten, der sich auf dem Planeten Iax von seinen Verletzungen erholt. Aber der Planet wird zum Ziel einer verseuchten Invasion der Chaostruppen.

Man bekommt mit diesem Roman einen interessanten Einblick in das Leben eines Patriarchen und spürt mit jeder Zeile den Zwist des Primarchen. Denn vor vielen Tausend Jahren wurde er in eine Stasiskammer gelegt, um nicht an seinen Verletzungen zu erliegen und jetzt war er in diese neue Welt erwacht. Alles war anders, wenig war besser. Also versucht Guilliman einerseits die Vergangenheit aufzuarbeiten und andererseits neue Weichen für die Zukunft zu stellen. So reformiert er den Codex Astartes und verteilt die Space Marines komplett neu. Aber als Regent des Imperiums lasten tausende sorgen auf seinen Schultern, darunter auch jene um seine bedrohte Heimat.

Daneben erlebt man auf Iax wie – dank Guilliman – verwundete Soldaten behandelt werden. Man erlebt auch die absolut eklige Invasion von Nurgle mit und bei diesen Beschreibungen wurde sogar mir flau im Magen. Der Autor hat das Grauen so anschaulich beschrieben, dass man mit einem schwachen Magen, diese Seiten wohl überspringen muss.

Der Roman ist gut geschrieben, das Hörbuch von John Banks gut gelesen und die Geschichte eignet sich meines Erachtens als guter Einstiegspunkt in die WH40K Welt. Was mir persönlich aber besonders gefällt, sind die beiden Blickwinkel. Einerseits der Regent des Imperiums, der über viele Dinge sehr anders denkt als die Massen im Imperium es tun. Andererseits der Blick aus den Augen eines einfachen Soldaten, der das Glück hatte zu überleben und jetzt seine Wunden auskurieren darf. Man hat bei beiden nicht das immer gleiche starre Denkmuster eines Inquisitors, eines Kommissars oder eines Space Marines. ffffffff