DSA5 im Verein TTTG

Nach über drei Jahren war die Kampagne für meine DSA Gruppe im Verein TTTG fertig. Die Spieler waren mehr oder weniger zufrieden mit dem Finale, zwei Charaktere sind dabei ja gestorben. Doch alle waren sich einig, dass sie nun in eine neue Ära starten wollen. Ich hatte bereits ein halbes Jahr vor dem Finale angekündigt, dass ich DSA5 als nächstes spielen wollte und sechs der sieben Spieler wollten da wieder dabei sein.

Und so begann am 7.12.2019 eine neue Geschichte. Mitschriften zu den einzelnen Abenteuern findet ihr hier:

001 – Die Hochzeit von Joborn

002 – Die Schrecken von Anderstein

Die Rahmenbedingungen

Mich freut es sehr, dass fast alle Spieler der alten Gruppe nun auch bei DSA5 mitmachen. Es gab in der Gruppe in den drei Jahren ja einiges an Spielerfluktuation. Mal nachgezählt haben in dieser Gruppe insgesamt 14 Personen mitgespielt. Doch mit den sechs zuletzt verbliebenen Spielern bin ich sehr glücklich, da sie alle sehr gerne spielen und sich auch Mühe geben die Termine einzuhalten.

Schon vorab wurde vereinbart, was gespielt wird. Ich wollte keine All-Aventurische Gruppe mehr wo ein Fjarninger neben einem Waldmenschen rumläuft, sondern ich wollte eine lokal eingeschränkte Gruppe. So bot ich meinen Spielern zwei Konzepte an: Als erstes eine Reihe von Abenteuern im frühmittelalterlichen Stil in der Gegend von Andergast und Nostria, als zweites eine eher bunte tulamidisch-aranische Reihe von Abenteuern.

Recht schnell hatten sich die Spieler für das dreckige, blutige, erbarmungslose Nostergast entschieden und ich begann mit der Planung. Es war mir dabei schon von Anfang an klar, dass ich dieses Mal auch Kaufabenteuer in die Kampagne einbauen würde. Und es wurde auch vereinbart, dass es später eine Art Plot Twist geben wird und die Gruppe die dunklen Wälder Andergasts verlassen wird, um mit der Sternenträger-Kampagne zu starten.

Die Rahmenbedingungen gaben vor, was die Charaktere spielen konnten, die Auswahl wurde durch die geografische Einengung durchaus eingeschränkt. Die meisten hatten sich recht schnell für einen Charakter entschieden und so begannen sie auf meinen Wunsch hin diese auch zu basteln, obwohl sie noch mit ihren „alten Hasen“ in der Vergangenheit rumliefen.

Die Charaktere

Morgan Cell – verstorben
Morgan Sell ist ein junger Barde aus Honingen. Aufgrund seiner Begabungen wurde er zum Ceoladir, einem magischen Barden, ausgebildet. Der lebensfrohe und sexuell sehr offene junge Albernier kam zur Hochzeit nach Joborn als Ersatz für seine schwangere Meisterin. Aber die Aufgabe den Frieden zu sichern, stellte den jungen Mann vor eine schwere Herausforderung. Denn noch nie musste sich der Barde körperlichen Gefahren stellen.
Eine Besonderheit des Barden ist sein waldgrünes Haar mit der einen weißen Hexensträhne.

Corac ui Fomes
Der junge Aves-Geweihte aus Otis an der Tommel (Albernia) hatte in Belhanka seine Weihe erhalten und sich dann auf ein Schiff nach Thorwal „verirrt“. Bei den rauen Gesellen im Norden hat der junge Albernier viele Geschichten, Legenden und Sagen gehört. Es ist seine besondere Leidenschaft diese Geschichten fremder Kulturen niederzuschreiben. Außerdem entdeckte er im Hinterland von Thorwal seinen zukünftigen Wegbegleiter: Yeti, ein Schneedachs mit einer Tragtierausbildung. Um sich dieses Tier leisten zu können musste der Hobby-Kartograph all seine Karten verkaufen, doch das tat er gern. Nach einem spannenden Winter in Thorwal reiste er wieder nach Süden und wollte Nostria auf dem Weg nach Hause durchqueren. Da kam er nach Joborn und hörte von der bald stattfindenden Hochzeit.
Besonders am jungen Aves-Geweihten ist sein Haar: es verändert mit dem Wechsel der Jahreszeiten seine Farbe. Außerdem fließt in seinen Adern Dryadenblut und darum verbirgt er immer seinen Oberkörper und einen seiner Arme, denn dort sieht man statt Haut Rinde.

Marik Langfurt von Eichhafen
Marik ist ein Geweihter der Rondra. Als Adeliger Andergasts wurde er von Kindheit an im Waffenhandwerk ausgebildet, doch schon in jungen Jahren maß Marik dem Kampf mehr Bedeutung bei als seine Brüder oder andere junge Adelige. Und so wurde er im Rondratempel von Andergast ausgebildet. Gerade wegen der religiösen Ausbildung wurde aus ihm kein einfacher „Drauhauf“, sondern ein Kämpfer, der nachdachte bevor er seine Waffe zog. Sein erster Einsatz führte ihn an der Seite König Wendelmirs nach Joborn, denn dort soll sein Vetter Gosthelm von Joborn eine Nostrierin heiraten.
Marik trägt stolz die Tracht seiner geweihten Profession.  Obwohl ausgebildet in der Führung des Rondrakamms, bevorzugt er doch das Andergaster Langschwert in Kombination mit dem Großschild.

Leyard Schönsee von Thurana
Der Halbelf ist der uneheliche Sohn der Nichte des Freiherrn von Thurana. Da der Adelige seine Nichte schützen wollte, hat er den jungen Leyard als Familienmitglied der Schönsees anerkannt. Und ihn dann einige Jahre später in die Magierakademie von Andergast geschickt. Dort wurde der junge Adelige Halbelf zu einem Kampfmagier ausgebildet. Aber dort kam er auch in Kontakt mit den schönen Künsten und begann sich Gedanken über seinen Vater zu machen.
Leyard ist eine schillernde Gestalt. Nicht nur ist er Halbelf, nein auch Feenblut fließt in seinen Adern. Dass er neben Frauen auch an Männern interessiert ist, sorgt innerhalb der Gruppe immer wieder für witzige Momente.

Boindil Kupferblatt
Der Hügelzwerg aus Angbar wuchs in einer Schmiede auf und erkannte schon sehr früh seine besondere Verbindung zum Feuer. Die Visionen, welche er im Feuer sah, machten ihm klar, dass er mit seinen Fähigkeiten der Welt helfen musste. Und so zog er nach seiner Weihe zum Ingerimmgeweihten hinaus in die Welt, um das Feuer zu erhalten. In Joborn traf er auf den Zunftmeister der Ingerimmszunft und wurde dadurch in die Geschehnisse verwickelt.
Boindil ist ein stattlicher Zwerg in der typischen Lederkleidung der Schmiede. Sein rotes Haar, die orange-braunen Augen und die vielen Brandflecken lassen seine besondere Beziehung zum Feuer erahnen.

Thorgun Ragnarson
Der junge uns äußerst streitlustige Thorwaler war in Prem zum Krieger ausgebildet worden. Danach zog es ihn in die Welt hinaus. So landete er auf einem Flusskahn und fuhr den Ingval aufwärts bis Joborn. Seine Kraft und sein Kampfgeschick wurden dort erkannt und in den Dienst des Friedens gestellt.
Die Streitsucht des arroganten Thorwalers sorgt immer wieder für Konflikte in der Gruppe, denn der Thorwaler glaubt, dass er anderen seinen Willen aufzwingen kann. Andererseits redet er ständig von Ehre und versucht sogar den Magier – vor dessen Kräften er sich fürchtet – auf einen ehrenhaften Pfad zu bringen.

Bärfried Borkenheim
Der fettleibige und sehr gemütliche Bärfried sieht einem Bären recht ähnlich. Aufgrund des Feenblutes in seinen Adern trägt der junge Mann ein sehr dickes Fell am ganzen Körper. Da seine Lieblingsbeschäftigung Essen (vor allem Süßes) ist, sieht er einem Bären auch in seinem Umfang sehr ähnlich. Der junge Druide lebte in Kalleth und kümmerte sich dort um die anfallenden Aufgaben eines Druiden. Dann bat Arbogast der Alte ihn eine Gruppe von Abenteurern zu suchen und ihnen zu helfen den Frieden zu wahren. So verließ der gemütliche Bärfried seinen Bauernhof und begab sich auf die Suche nach der ihm beschriebenen seltsamen Abenteurergruppe.

Timeline

001 – Die Hochzeit von Joborn – Rahja 1040
Das Einstiegsabenteuer „Neue Bande – Uralter Zwist“ von Ulisses wurde von mir leicht modifiziert. So kam es vor der Hochzeit zu verschiedenen kleinen Aufgaben, die nicht im Abenteuer vorgesehen waren (zB der Kampf gegen die Sumpfranzen). Insgesamt dauerte das Abenteuer vier Sessions.
Session 1: 7. 12. 19
Session 2: 21. 12. 19
Session 3: 04. 01. 20
Session 4: 18. 01. 20