Höllenflug nach Heaven’s Gate

By Wes Andrews

Vor kurzem wurde mir dieses Buch mit den Worten „das ist wie die Serie Firefly“ empfohlen. Ich hab die Serie damals noch gesehen und bin genau so unglücklich über die Absetzung der Serie wie Sheldon (Big Bang Theory). Vor allem hat mir der Stil, das Genre gefallen: Space Western. Also hab ich natürlich mal reinhören müssen bei „Höllenflug nach Heaven’s Gate“. Und ich nehm das Fazit schon mal vorweg: Ich war begeistert!

Inhalt

John Donovan ist ein Frontiersman, ein Raumschiffkapitän in den Randwelten. Mit seiner Crew fliegt er seinen Frachter von Auftrag zu Auftrag und doch ist Geld immer Mangelware. Nicht selten einmal müssen sie halblegale oder auch schwer illegale Aufträge annehmen und sich mit der Alien Rasse der Pekos oder den Soldaten der Kern-Union-Armee anlegen. Durch Geschick und Glück hat Donovan bisher überlebt, doch nun schuldet er einem gefährlichen Mann viel zu viel Geld. Der stellt ihm ein Ultimatum und bezieht auch Johns Crew mit ein. Dem Frachterkapitän muss nun ganz schnell etwas lukratives einfallen.

Da bietet sich ihm eine Gelegenheit: Der Planet Heaven’s Gate liegt im gefährlichen Oklahoma Sektor. Dort hat sich seit kurzem ein neuer Kriegsführer der Peko breit gemacht und keine Raumschiffe fliegen mehr in die Region. Dennoch gibt es einige Leute, die dringend nach Heaven’s Gate müssen und bereit sind gut dafür zu bezahlen. Und so lässt sich Donovan auf diesen überaus gefährlichen Höllenflug ein.

Schon bald bemerkt er, dass nicht nur die Peko für ihn und seine Crew gefährlich sind. Nein auch die sehr unterschiedlichen Passagiere haben einiges zu verbergen.

Rezension

Der Autor bringt das Westernfeeling ins Weltall! Alles beginnt mit einem Duell um 12 Uhr mittags an einem abgelegenen Ort. Statt einem Pferd, gibt es einen Landgleiter, statt ner Kutsche einen Transporter. Der Revolver hat eine Energieladung statt Schwarzpulver. Aber trotzdem ist es wie in einem Wild West Roman. Und dieses Feeling bleibt die ganze Zeit erhalten, selbst im Weltall.

Die Charaktere (Crew + Passagiere) sind wundervoll dargestellt und lassen den Leser mit ihnen mitfiebern. Man hasst manche Leute, man verabscheut manch andere und man möchte mit Hobi einen Whiskey heben gehen.

Die Bücher folgen John Donovan durch seine Abenteuer auf dieser Reise und man lernt den Protagonisten dabei recht gut kennen und kann sich in den jeweiligen Situationen auch gut in ihn hineinversetzen. Es ist spannend wie er versucht alles am Laufen zu halten obwohl doch die Umstände arg gegen ihn sind. Dennoch tritt er allen Gefahren (zumeist) offen entgegen. Und sollte die Gefahr zu groß sein, dann kann man es ja auch mit List versuchen.

Autor Wes Andrews hat der Geschichte eine hohe Geschwindigkeit gegeben. Es folgt ein Abenteuer dem anderen, dennoch kommen Charaktere und Beschreibungen nicht zu kurz. Der Mix ist meiner Meinung nach genau richtig um Leser wie mich einfach zu fesseln.
Sprecher Peter Lontzek verleiht den Charakteren ganz eigene Sprechweisen. Dadurch und durch seine emotionale Leseweise macht er das Buch mit seiner Stimme zu einem wunderbaren Erlebnis.