Maze Runner

By James Dashner

Vor einigen Jahren hörte ich von einem Film namens Maze Runner. Von der Inhaltsangabe wirkte er für mich wie die „Hunger Games“ Filme oder „Divergent“, somit war ich also interessiert. Doch irgendwie kam ich nie dazu mir die Hörbücher dazu anzuhören. Nun habe ich das endlich getan und kann gleich vorwegnehmen: ich war enttäuscht.

Die Reihe besteht mittlerweile aus vier Büchern, wobei ich die nachträglich erschienene Vorgeschichte (Die Auserwählten – Phase Null) mir nicht mehr angehört habe. Die Trilogie besteht aus folgenden Büchern.

Die Auserwählten – Im Labyrinth
Die Auserwählten – In der Brandwüste
Die Auserwählten – In der Todeszone

Inhalt:

Die Auserwählten im Labyrinth (Maze Runner 1) Titelbild

Thomas wacht in einer Box auf. Er kann sich an nichts mehr aus seinem Leben erinnern, nur seinen Namen weiß er noch. Die Box öffnet sich und er befindet sich im Zentrum eines Labyrinths. Dort auf der sogenannten „Lichtung“ leben fast 50 jugendliche Jungs. Sie haben Gärten, einen Bauernhof und versorgen sich großteils selber. Einige von ihnen sind die „Läufer“. Diese Jungs verlassen die Lichtung und rennen jeden Tag durch das Labyrinth. Sie müssen dabei rennen, denn da draußen gibt es Monster, die sie jagen. Die Läufer suchen den Ausgang aus dem Labyrinth – seit nunmehr schon fast zwei Jahren. Aber das ist schwierig, denn die Wände im Labyrinth verändern sich jede Nacht, so wie sich die Mauern um die Lichtung jede Nacht schließen.

Einen Tag nach Thomas‘ Ankunft geschieht noch ganz etwas eigenartiges. Mit der Box kommt ein Mädchen. Sie ist das einzige Mädchen auf der Lichtung und sie scheint Thomas zu kennen, doch auch ihr Gedächtnis  weißt starke Lücken auf.

Die Ankunft der beiden hat Dinge in Bewegung gebracht und nun richtet sich die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf die Flucht aus dem Labyrinth.

Die Auserwählten - In der Brandwüste Titelbild

Im zweiten Band ist das gelungen, doch nicht so wie sie es gehofft hatten. Denn die Welt ist ziemlich am Ende. Die Jugendlichen befinden sich in der Brandwüste. Dies ist ein von Sonnenstürmen zerstörter Streifen Erde. Sie müssen auch hier wieder ihren Weg zur vermeintlichen Sicherheit finden. Doch nicht nur Sonnenstürme haben das Leben auf der Erde verändert, auch ein Virus tötet immer mehr Menschen. Der Virus tötet aber erst, nachdem die Opfer jedwede Menschlichkeit verloren haben und vollständig wahnsinnig geworden sind.

Die Auserwählten - In der Todeszone Titelbild

Im dritten Band glauben Thomas und seine Freunde nichts mehr, was man ihnen sagt. Zu oft wurden sie verraten, zu oft als Versuchskaninchen missbraucht. Deswegen fliehen sie aus dem vermeintlich sicheren Hafen und versuchen auf eigene Faust etwas zu verändern. Sie kehren damit in die Zivilisation zurück, doch auch diese wird vom Virus bestimmt. Und zu allem Unglück sind nicht alle Jugendlichen immun gegen den Virus.

Fazit:

Ich finde die Idee der Geschichte gar nicht mal so schlecht, die Umsetzung aber schon. Immer wieder werden Muster in den Gehirnströmen gesucht, die eine Heilung für den Virus erbringen könnten, doch wie das funktionieren soll, wird nie schlüssig erklärt. Auch andere Fragen bleiben offen und das Ende ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Mich hat vor allem auch der Dialog-Schreibstil von Dashner gestört: In einem Dialog wird fast immer nur ein Satz gesagt, dann beginnt ein innerer Monolog, der länger ist als der danach anschließende Dialog. Und selbst der danach kommende Dialog wird regelmäßig durch Gedanken unterbrochen. Ich glaube ich habe in dem Buch kaum einen ununterbrochenen Dialog gefunden.

Was  mir auch nicht gefällt ist eines der wichtigsten Stilmittel der Bücher: Andeutungen. Die Jungs wissen nichts wirklich, machen nur Andeutungen. Die Wissenschaftler sagen nichts, machen nur Andeutungen. Richtige Informationen kriegen die Jungs kaum – was ja noch Sinn macht. Aber auch der Leser kriegt keine sinnvollen Informationen und das beginnt bei drei Büchern dann doch zu nerven.

Ich fand jetzt persönlich eigentlich nur den Sprecher (David Nathan) richtig gut. Aber nur auf Basis dessen werde ich die Bücher nicht weiterempfehlen.