Riyria

Von Michael J. Sullivan

Diese Fantasyreihe des amerikanischen Autors Michael J. Sullivan erschien auf Audible in den Jahren 2014 bis 2016 und besteht aus sechs Büchern. Gelesen werden die Bücher von David Nathan. Die Bände heißen:

Der Thron von Melengar
Der Turm von Avempartha
Der Aufstieg Nyphrons
An Bord der Smaragdsturm
Das Fest von Aquesta
Die verlorene Stadt Persepliquis

Riyria ist eine spannende Reihe von zusammenhängenden Romanen, die die Geschichte des Diebesduos Royce Melboune und Hadrian Blackwater erzählen. Die beiden werden im ersten Band in eine große Geschichte verwickelt, doch erst Jahre später stellt sich heraus wie groß das Ganze wirklich ist. Denn es geht um die Existenz der gesamten Menschheit.

Die Geschichte der beiden ungleichen Diebe wird so spannend erzählt, dass man den Player kaum jemals abschalten möchte. Leider gibt es keine Fortsetzung, aber zumindest gibt es auf Audible zwei kostenlose englische Kurzgeschichten zusätzlich zu den sechs Büchern. Und der Autor schreibt seit einigen Jahren an der Geschichte über die Ereignisse 3000 Jahre vor der Handlung der Riyria-Romane. Diese Buchreiche („First Empire“) ist leider noch nicht abgeschlossen (Stand: Herbst 2019), doch sobald sie fertig ist, wird auch dazu eine Rezension kommen.

Riyria liest sich sehr flüssig und immer wieder tauchen kleine Elemente auf, um wieder unter zu gehen, doch irgendwann kommen dann die Antworten dazu. Bis auf eine Kleinigkeit wurde in den Romanen eigentlich alles aufgelöst und erklärt. Diese Kleinigkeit fällt vermutlich auch nur einem sehr pedantischen Leser/Hörer wie mir auf. Doch ansonsten merkt man, dass der Autor vor der Veröffentlichung bereits alle Bücher fertig geschrieben hatte, denn es kommt zu keinen Unstimmigkeiten in den sechs Romanen, wie es leider recht oft bei Serien vorkommt. Bei Riyria ist das aber nicht so und in der Geschichte entwickeln sich die Protagonisten weiter durch die erlebten Ereignisse.

Durch diese Weiterentwicklung wirken die Personen realistischer und sympathischer und man möchte einfach mehr von ihren Erlebnissen erfahren. Auch wird die Geschichte von Roman zu Roman komplexer und spannender. Man fragt sich wohin das alles führt und was die seltsamen Andeutungen von einzelnen Personen oder Völkern zu bedeuten haben. Erst im letzten Buch führt dann alles richtig schön zusammen.

Das Finale der Geschichte ist anfangs etwas seltsam wird dann aber doch sehr glücklich abgeschlossen. Man beendet die Romanreihe mit einem Lächeln im Gesicht.